Windmühlen

Holland ist bekannt als Land der Windmühlen, das einst 10.000 Windmühlen zu verzeichnen hatte, doch erfunden wurde sie vermutlich um 1750 v. Chr. in Babylon, was sich aus dem Gesetzbuches des Königs Hammurapi schließen lässt. Sehr viel später kamen Arabische Windmühlen mit der Ausbreitung des Islams auf die Iberische Halbinsel und wurden dort verbessert. Windmühlen mit horizontal liegender Rotordrehachse sind ab 1180 in Flandern, Südostengland und der Normandie nachgewiesen. So kamen sie nach Holland. Im 13. Jahrhundert wurde dann die Bockwindmühlen entwickelt, bei denen das gesamte Mühlhaus in den Wind gedreht werden konnte.

Ende des 16. Jahrhunderts kamen in den Niederlanden die Holländerwindmühlen auf, bei denen sich nur die Turmhaube dreht. Vom Mittelalter bis zum Ende des 18. Jahrhunderts waren Windmühlen in immenser Zahl über Europa verbreitet. Sie waren im Wesentlichen nördlich der Mittelgebirge im windigen nordeuropäischen Tiefland, in großen Teilen Frankreichs, den Beneluxländern mit Schwerpunkt Niederlande als Küstenland zu finden.

Wo der Wind fehlte, wurden Wassermühlen für die Verarbeitung von Getreide zu Mehl verwendet.

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Veröffentlicht von Hans Dinkelmüller