Wassermühlen sind die ältesten vom Menschen genutzten Maschinen. Erstmals wurde nicht die Muskelkraft von Menschen oder Tieren für den Antrieb genutzt, sondern die Kraft des Wassers. Durch Wasserkraft angetriebene Schöpfräder zur Bewässerung sind bereits aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. aus Mesopotamien bekannt. Erste Wassermühlen sind aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. aus China bekannt.
Einen Fund bei Düren im Rheinland aus der Zeit um Christi Geburt zeigt, dass die Römer die Wassermühlentechnik auch nach Deutschland brachten, und so zum Fortschritt auch hierzulande beitrugen. Ab dem Mittelalter wurden Wasserräder nicht nur als Antrieb von Mahlmühlen genutzt, sondern fanden auch bei verschiedensten anderen Maschinen in ganz West- und Mitteleuropa neue Anwendungsgebiete.
Mit der zunehmenden Elektrifizierung stellten einige Wassermühlen ihren Wasserkraftantrieb vom Wasserrad auf eine der neu entwickelten, effektiveren Wasserturbine um, die mittels eines Generators Strom für den Antrieb der elektrischen Maschinen in der Mühle erzeugte. So konnten Überschüsse in das elektrische Netz eingespeist werden.